Saturday, 29 October 2005 08:00

 

ISD-Neubau - 4,5 Millionen Euro investiert 

"Das ist ein beispielhafter gelebter Unternehmensgeist." Nicht mit Lob sparte gestern der Mainzer Wirtschafts-Staatssekretär Walter Strutz, als die Friesenheimer Firma ISD GmbH ihren Neubaukomplex einweihte. Bevor sich der IT-Dienstleister zur 4,5 Millionen teuren Erweiterungsinvestition in der Sternstraße entschloss, hatten die Geschäftsführer Tina und Peter Krauß aber mit Beharrlichkeit und Geschick manche schwierige Zeit gemeistert.

 

 

Mittlerweile 140 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, beim Start im Jahre 1994 waren gerade mal elf. Vor fünf Jahren bezog der Systemspezialist für Informationstechnologie den Standort in Friesenheim. Das 3000 Quadratmeter große Nachbargrundstück wurde zwar bereits 2003 gekauft. Die Neubaupläne wurden aber wegen der Wirtschaftslage zurückgestellt, deshalb musste das Unternehmen zwischenzeitlich auch den Personalstand reduzieren. "Obwohl die Datenverarbeitungsbranche in den vergangenen Jahren einige Turbulenzen zu überstehen hatte, hat sich die innovative Unternehmensidee von ISD durchgesetzt", freute sich Strutz.

Der Neubau wird übrigens nicht nur von ISD-Mitarbeitern belegt. Mit einem Dialysezentrum und der Rogon Sportmanagementgesellschaft haben zwei weitere Mieter rund 1400 Quadratmetern Bürofläche belegt. Von der Investition profitiere auch das IT-Forum Ludwigshafen, so Strutz. Durch das Netzwerk sei eine Plattform entstanden, die die Region insgesamt weiterbringe.

"Wir wollen ein Unternehmen zum Anfassen bleiben und weiterhin auf Service und Zuverlässigkeit setzen", meinte Geschäftsführer Peter Krauß. Sehr wichtig seien die Mitarbeiter, die als langfristiges Kapital eingestuft würden.

Eine "hohe menschliche Verantwortung" attestierte Bürgermeister Wilhelm Zeiser der Geschäftsführung. "Es ist nicht selbstverständlich, dass von 140 Mitarbeitern 20 Auszubildende sind." Er würdigte, dass "Leute mit guten Ideen" den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und sich gegen starke Konkurrenz behauptet haben.

Auch städtebaulich, so Zeiser, könne sich der Erweiterungsbau sehen lassen, der übrigens auf einer Fläche entstand, die jahrzehntelang für eine Nord-Süd-Tangente freigehalten wurde. Den Neubau könnte man guten Gewissens Besuchergruppen vorführen. Witzelte der frühere Mainzer Staatssekretär Harald Glahn: "Das ist ja auch die Friesenheimer SAP."

Quelle: ott/Mannheimer Morgen
 

 

 





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